From Jewish Life

Eintritt nur nach Anmeldung: info@wortundmusik.org

Eintritt pro Konzert: €15,- (ermäßigt €12,-)
Gesamtticket From Jewish Life: €35,- (ermäßigt €28,-)
Einzelkarten können nur an der Abendkasse erworben werden, Gesamttickets schicken wir Ihnen hingegen auch gerne per Post zu.
Kontaktieren Sie uns dazu einfach unter info@wortundmusik.org

Neue Termine & Uhrzeiten für die Konzerte I und II

Eine konzertante Spurensuche in drei Kapiteln

Kirche St. Martha
Königstraße 79
90402 Nürnberg
U-Bahn, S-Bahn, Tram, DB: Nürnberg Hbf

I Es war ein Traum

20. Juli 2021 • 18:30 Uhr & 20:15 Uhr • Nürnberg, St. Martha

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Von der Romantik zur Moderne: Unserer Konzertreihe startet mit der positiven Aufbruchstimmung des 19. Jahrhunderts. Die deutsche Romantik: Was wäre sie ohne die Gedichte von Heinrich Heine, was ohne die Musik von Fanny Mendelssohn („Fantasia“) und ihrem jüngeren Bruder Felix („Variations concertantes“)? Parallel nahm die jüdische Sakralmusik mit Louis Lewandowski („Synagogen-Melodien“) einen neuen Aufschwung und inspirierte den Protestanten Max Bruch zu seinem „Kol Nidrei“.
Als echte Neuentdeckung stellen wir einen Ausschnitt aus dem Violoncellokonzert von Maria Herz vor: kraftvolle spätromantische Musik im Übergang zur Moderne. Für den musikalischen Zionismus stehen Joachim Stutschewsky („Israelische Melodien“) und Ernest Bloch, der die Vielfalt jüdischer Traditionen im Zyklus „From Jewish Life“ reflektierte.

Stefanie Waegner • Violoncello
Lorenz Trottmann • Klavier
Michael Herrschel • Erzähler

II Stärker als der Tod

02. August 2021 • 18:30 Uhr & 20:15 Uhr • Nürnberg, St. Martha

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Zwischen Fin de siècle und Vernichtung: Im zweiten Konzert unter dem Motto Stärker als der Tod lassen wir wichtige, ab 1933 verfemte Stimmen der musikalischen Moderne zu Wort kommen. Es erklingen Werke, die auch lange nach der angeblichen „Stunde Null“ 1945 vergessen blieben: von Gustav Mahler („Lob des hohen Verstandes“), Alexander Zemlinsky (Klarinettentrio op.3), Arnold Schönberg („Notturno“ und „Sechs kleine Stücke“), Franz Schreker („Der Wind“), Erwin Schulhoff (Sonate für Violine solo) und Erich Wolfgang Korngold (Suite op.23). Hinzu kommen ein fragmentarisches Duo des 1941 aus Prag deportierten und 1945 ermordeten Gideon Klein und ein Werk der Nachkriegszeit: die „Phantasy“ von Peter Jona Korn, der als Emigrant den Nazi-Terror überlebte und als Remigrant einen Neuanfang in Deutschland wagte.

Sandra Bazail Chávez • Klarinette
Samuel Hartung • Horn
Franziska Kiesel • Violine

Hanna Hesse • Violoncello
Lorenz Trottmann • Klavier
Michael Herrschel • Erzähler

III Kein Thema – oder doch?

19. Juni 2021 • 18:00 Uhr & 20:00 Uhr • Nürnberg, St. Martha

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Gab es ein Jewish Life in der DDR - auferstanden aus Ruinen? Ja und nein. Das Problem des Vertuschens und Verschweigens bestand ab 1945 nicht nur in Westdeutschland. Auch in der nominell antifaschistischen DDR blieben Funktionseliten und Mitläufer von kritischen Fragen verschont, wenn sie dem neuen System loyal dienten.
Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass der Komponist der DDR-Nationalhymne, Hanns Eisler, seine jüdische Herkunft kaum thematisierte. Einen konträren Weg schlug Eislers Kollege Paul Dessau mit seinem Projekt „Jüdische Chronik“ ein, einer Gemeinschaftskomposition zwischen BRD und DDR, an der auch nichtjüdische Komponisten wie Rudolf Wagner-Régeny mitwirkten. Ausschnitte daraus sind in unserem dritten Konzert zu hören, zusammen mit weiteren Werken von Dessau („Jüdische Volkstänze“), Wagner-Régeny („Schir Haschirim“), Hanns Eisler (Dritte Klaviersonate) und Andre Asriel („Jiddische Volkslieder“).

Maria van Eldik • Mezzosopran
Michael Herrschel • Erzähler
Hanna Hesse • Violoncello
Lorenz Trottmann • Klavier

  • Der Eintritt zu den Konzerten ist aus Hygienegründen nur nach Voranmeldung per E-Mail möglich. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular dieser Website oder direkt an info@wortundmusik.org 
  • Die Konzerte werden jeweils zweimal gespielt. Die Uhrzeiten stehen bei den einzelnen Terminen.

Wir bedanken uns bei unseren Unterstützern: