kultur.lokal.fürth

WortMusikSchätze als klingende Galerie!

kultur.lokal.fürth
Bahnhofsplatz 2
90762 Fürth
U-Bahn/S-Bahn Fürth Hauptbahnhof

Dauerausstellung: Hans Werner Henze

Freitag, 7. August 2026 bis Mittwoch, 19. August

Schautafeln zum 100. Geburtstag

Hans Werner Henze war einer der individuellsten, aber auch einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Doch nicht nur seine Musik ist eine Entdeckung wert, auch sein Lebenslauf steckt voller Abenteuer. Daher wird eine Ausstellung mit künstlerischer Vita, Hintergrundinformationen zu den am 15. August gespielten Werken und Beispielen seines malerischen Schaffens unsere gesamte Arbeit im kultur.lokal.fürth begleiten.

Die Öffnungszeiten zur Besichtigung der Ausstellung zwischen den unten aufgelisteten Veranstaltungen folgen noch!

Hans Werner Henze (Foto: Eytan Pessen)

I Aus der Schatztruhe 1: Auftaktkonzert

Michael Herrschel, Gesang & Conférence ‧ Sirka Schwartz-Uppendieck, Klavier ‧ Lorenz Trottmann, Klavier

Freitag, 7. August 2026 ‧  18:00 Uhr

Kostproben aus dem Festivalprogramm 2026

Neuer Titel, neuer Ort, aber bekanntes Format! Was kommt alles dran? Erleben Sie den Auftakt innovativer Kulturvermittlung: wir eröffnen die musikalische Galerie im kultur.lokal.fürth mit einem Querschnitt durch unsere ganze Reihe. Apettithappen aus allen weiteren Veranstaltungen (sowohl in Christkönig als auch im kultur.lokal.fürth) sollen unsere Arbeit präsentieren. Fragen und Diskussionen zwischen den Stücken sind nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht!

Am Folgetag gehen wir einmal schon zur Eröffnung nach Christkönig:

Sirka Schwartz-Uppendieck & Michael Herrschel
(Foto: Thomas Scherer)

Chansonkonzert: Ja, renn nur nach dem Glück

8. August 2026, Christkönig

II Kinderkonzert 1: Ganja entdeckt die Musik

ab 6 Jahren

Michael Herrschel, Erzähler ‧ Christoph Orendi, Klavier ‧ Lorenz Trottmann, Klavier

Montag, 10. August 2026 ‧  15:00 Uhr

Dienstag, 11. August 2026 ‧ 11:00 Uhr

Eine Vierjährige schreibt Musikgeschichte

Ganja Borodina ist ein vierjähriges Mädchen. Bei ihr zuhause steht ein Klavier. Sie probiert eine kleine Melodie mit zwei Fingern aus. So weit, so normal. Doch der Vater ist Alexander Borodin, einer der berühmtesten Komponisten Russlands im 19. Jahrhundert. Er hört Ganja zu – und schreibt eine kleine Polka über ihre Melodie. Die Noten zeigt er drei Freunden, die auch große Komponisten sind: César Cui, Anatoli Ljadow und Nikolai Rimsky-Korsakow. Die drei sind Feuer und Flamme für Ganjas Melodie und schreiben lauter kleine, lustige, aber auch ganz schön verzwickte Klavierstücke. Ganja staunt, was aus ihrer Melodie geworden ist: ein Schlüssel zu ganz neuen Klängen und musikalischen Erlebnissen.

Die handwerkliche Raffinesse dieser Klavierminiaturen macht das Konzert aber auch für Erwachsene zum Genuss!

Christoph Orendi (Foto: Alexander Hill)

III Aus der Schatztruhe 2: Schönbergs „Liebeslied“

Laura Demjan, Sopran ‧ N.N., Violine ‧ N.N., Viola ‧ Hanna Hesse, Violoncello ‧ Lorenz Trottmann, Klavier ‧ Michael Herrschel, Erzähler

Donnerstag, 13. August 2026 ‧  18:00 Uhr

Ein Fragment wird wiederentdeckt

Anfang 1917 beginnt Arnold Schönberg seine ersten Studien, die ihn zur Zwölftontechnik führen sollten. Wenige Monate später entsteht das „Liebeslied“, dessen Komposition er aber kurz vor Fertigstellung abbricht, es fehlen nur noch wenige Takte der Instrumentalbegleitung. Dank aktueller Forschungsergebnisse der Schönberg-Gesamtausgabe konnte dessen spezielle Kompositionstechnik zwischen atonaler und zwölftöniger Phase entschlüsselt und die fehlenden Takte im Sinne der bestehenden Teile neu geschaffen werden. Dadurch gelang es nun, das Fragment zu einer aufführbaren Fassung zu ergänzen. Druckfrisch im renommierten Neue-Musik-Verlag „edition gravis“ erschienen, wird diese musikhistorische Sensation offiziell präsentiert. Zur Umrahmung spielt das Ensemble weitere Fragmente aus allen Schaffensperioden Schönbergs. Fragen und Diskussionen aus dem Publikum sind auch hier nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht!

Hanna Hesse (Foto: Tim Neiertz)

IV Hans Werner Henze - Avantgardist & Freigeist

Laura Demjan, Sopran ‧ N.N., Violine 1&2 ‧ N.N., Viola ‧ Hanna Hesse, Violoncello ‧ Lorenz Trottmann, Klavier ‧ Michael Herrschel, Erzähler

Samstag, 15. August 2026 ‧  19:30 Uhr

Portraitkonzert zum 100. Geburtstag

Wien, Berlin, Moskau, Paris, ja sogar Darmstadt wurden im vergangenen Jahrhundert zu Zentren der Musikmoderne – leider auch mit einem unvermeidlichen stilistischen Gruppenzwang. Doch was, wenn man in keine Schublade passen will? Hans Werner Henze war so ein Freigeist. Seine Versuche, Anschluss zu finden, endeten in Zerwürfnissen, also machte er sein eigenes Ding und wurde einer der einflussreichsten wie individuellsten Komponisten seiner Epoche. Grund genug, ihn anlässlich seines 100. Geburtstags zu portraitieren. Sein 2. Streichquartett und sein Klavierquintett stehen Pate für sein umfangreiches Kammermusik-Schaffen und eine Auswahl seiner Opernarien zeigt, dass die große Bühne auch in der Postmoderne quicklebendig war. Zugleich war Henze ein liebevoller Freund und sympathischer Kollege, wie seine musikalischen Albumblätter beweisen.

Laura Demjan (Foto: Sebastian Stolz)

V Kinderkonzert 2: Die verlorene Geige

ab 8 Jahren

Michael Herrschel, Erzähler ‧ Sandra Bazail Chávez, Klarinette ‧ Katharina Jungwirt, Violine ‧ Lorenz Trottmann, Klavier

Montag, 17. August 2026 ‧  15:00 Uhr

Dienstag, 18. August 2026 ‧ 11:00 Uhr

Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“

In seinem legendären Musik-Märchen stellt Igor Strawinsky die Frage, was wichtiger ist: Geld oder Glück? Als ein Soldat leichtfertig seine billige Geige gegen unermessliche Reichtümer eintauscht, ahnt er nicht, dass er damit auch seine Lebensfreude aus der Hand gibt. Kann er beides wiedererlangen? Denn die Zeit drängt: eine Prinzessin muss von ihrer Lethargie geheilt werden und welche Medizin könnte da besser wirken, als Musik! 

Als Standardwerk der Kammermusik im 20. Jahrhundert ist dieses Stück auch für Erwachsene sehr zu empfehlen!

VI Aus der Schatztruhe 3: Brahms, Freund & Feind

Katrin Küsswetter, Sopran ‧ Lorenz Trottmann, Klavier

Mittwoch, 19. August 2026 ‧  11:00 Uhr

Musik-Panorama der Spätromantik

Johannes Brahms war ein Musik-Gigant des 19. Jahrhunderts, der natürlich viele Anhänger, die sogenannten „Brahminen“ um sich scharte. Doch nicht bei allen war er gleich beliebt: sein Gegenpol war Richard Wagner, dessen „wagnerianische“ Anhängerschaft sich regelmäßig Wortgefechte mit den Brahminen lieferte. Doch warum nicht beide Gegenpole in ein Konzert packen? Genau daran wagen sich Katrin Küsswetter (Sopran) und Lorenz Trottmann (Klavier): Neben einem Querschnitt durch die Lieder Brahms' kann man anhand Wagners Lieder den Werdegang des berühmten Opern-Meisters erleben. Dazu erklingen auch Wiederentdeckungen aus den Werken ausgewählter Brahminen, die einst fest im Musikleben etabliert waren und heute völlig zu Unrecht vergessen sind, wie etwa Robert Fuchs oder Robert Kahn.

Katrin Küsswetter

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht der Musik-Sommer weiter...

...ab dem 29. August 2026 in Christkönig

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Eintrittspreise

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im kultur.lokal.fürth ist frei! Wir sind aber dennoch dankbar, wenn Sie unsere Arbeit mit einer kleinen Spende unterstützen.

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